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Philosophisches, Kluges und Unsinn

Spitze

Der Wandel der Zeit schreitet voran, und auch so der Wandel der Sprache. Neue Wörter werden erfunden, oder die alte Bedeutung soweit verfälscht, dass sie auch glatt als neues Wort durchgehen könnten. Dazu kommen ein ganzer Schwung eingedeutschter englischer Begriffe, die man aus purer Faulheit Internationalität einfach gar nicht mehr übersetzt sondern einfach direkt übernimmt. Eines Tages sprechen wir alle englisch und merken gar nicht, dass wir gar kein Englisch mehr lernen müssen (was natürlich ein Vorteil ist).

Diesen Wandel machen wir alle mit, ohne, dass es großartig auffällt. Doch wer diesen Wandel nicht mitmacht, sind Bücher. Und Filme. Die Werke großartiger Schriftsteller klingen zunehmend befremdlich, und das liegt in diesem Falle ausnahmsweise mal nicht an der neuen deutschen Rechtschreibung. Die Sprache hat sich gewandelt. In Deutschland mag das noch auffallen, aber im Ausland? Ein Paradebeispiel liefern Sprachlehrbücher an Schulen. Die Wörter, die man dort lehrt, werden in der Realität einfach nicht mehr gesprochen. Die besten Schüler anderer Sprachen werden also stets an ihrem altmodischen Sprachwortschatz erkannt.

Man sollte also gegenwirken. Grundsätzlich. Es geht zudem ja auch Sprachästhetik verloren. Was ist schon „geil“ oder „cool“ gegen „spitze!“ oder „famos“. Selbst „dufte!“ wird nur noch in 70er Jahre Filmen verwendet. Es würde mich freuen einige Mitstreiter edlen Anmutes für meine Mission zu gewinnen. Es wird sich lohnen.

Eine Antwort auf „Spitze“

naja,wieso gegenwirken? Die Sprache verändert sich doch immer mit der Kultur, und wenn die immer gleich bliebe, dann hätten wir jetzt keine Pornos, kein Internet und keine Marshmallows. Ich find's gut, zumal es ja auch viele lustige neue Wörter gibt. Oder Redearten. Und wer Angst vor Anglizismen hat, sollte sich vor der Globalisierung zuerst fürchten. 🙂

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