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So (oder so ähnlich) könnte es wirklich passiert sein

Von dem Hufschmied, der auszog, einen Riesenhaufen Geld zu bekommen.

Deutschland ist ein Sozialstaat. Das bedeutet laut Wikipedia:

Ein Sozialstaat ist ein Staat, der in seinem Handeln soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit anstrebt.

Wow, klingt das toll. Und das tolle ist, dass das auch stimmt. Wie folgender Reality-bericht beweist:

Die Geschichte beginnt in der Kleinstadt Düsseldorf. Ein junger Mann zieht in die Stadt, um eine Ausbildung zu beginnen, als Hufschmied. Er ist 27 Jahre alt, aber in Wirklichkeit gefühlte 21. Zuvor – und das war sein Fehler – lümmelte er nicht, wie alle Jungs in seinem Alter, 10 Jahre lang auf dem Sofa vorm TV herum (mag man RTL II glauben), sondern studierte Zahnmedizin. Da er nach seinem in 12 Semestern absolvierten Studium jedoch merkte, dass er Angst vor Zahnärzten hat, beschloss er aus seiner Liebe zu Pferden (und Pferdewurst im Besonderen) heraus, seinem Herzenswunsch nachzugehen, und Hufsschmied zu werden.

Im ersten Lehrjahr verdiente er 403,99 € Netto. „Nanu“ entfuhr es ihm – „wie soll ich denn davon leben? Kostet doch mein WG-Anteil bereits 335 €. Der Mensch lebt nicht vom Stroh allein..“. Recht hatte er, und so besann er sich seines Sozialstaates. „Geh ich halt zum Amt, da krieg ich BAB (Bundesausbildungsbeihilfe)“, so die törichte Idee.

„Nein, nein, mein Herr. Immer ruhig mit den jungen Pferden. Sie kriegen kein BAB. Sie sind zu alt. Und zu schlau. Sie haben studiert, sie kleiner Lauser. Also weg hier. Geh Zähne bohren. Von uns gibts nix. Ich bin das Arbeitsamt, ich hab hier das sagen“.

Traurig zog der Schmied von dannen. Wer sollte jetzt helfen? Eine gute Fee erschien und sprach: „Du Depp, es gibt doch noch die Arge. Geh halt da hin. Also nich aufgeben, wird schon“.

„Gute Idee, Fee, danke.“ – „Hallo ARGE. Hier bin ich. Ich bin arm, gebt mir Geld. Die Fee hat’s gesagt“.

„Die Fee geht doch selber in die Suppenküche, weil sie nichts kriegt. Wir sind nicht zuständig. Du willst schließlich nicht arbeiten, dann kannste von uns auch nichts kriegen. Wir geben nur denen was, die arbeiten wollen„. – „Aber ich arbeite doch Vollzeit..“ – “ Na und, is das unser Problem, du kleine Heulsuse? Es spielt keine Rolle, was du in deiner Freizeit machst.. Wenn du nich als Zahnarzt arbeiten willst, dann is das dein Bier“.

Entmutigt verließ der Hufschmied auch die ARGE. „Menno. Scheiß Fee, toller Tipp, echt.. Und nu?“ – „Hey das hab ich gehört“ sprach die Fee „Wie wärs mit Wohngeld? Das kriegt doch wirklich jeder Idiot“.

„Hallo, hier is das Wohngeldamt. Wer sind denn Sie“
„Ein Hufschmied. Wie läuft das denn so, mit dem Wohngeld“
„Ach so. Ich hätte nur ein, zwei völlig unbürokratische Fragen, dann bekommen Sie direkt einen Haufen Geld.“
„Poh, toll! Her mit den Fragen“
„Gut. Wie heißen Sie, wo wohnen Sie? Wieviel Geld haben Sie, wieviel verdienen Sie? Ich brauche Bescheinigungen vom Arbeitsamt, dem Arbeitgeber, der Wohngeldstelle München, eine Verdienstbescheinigung, eine Skizze Ihrer Wohnung, eine Erklärung über ihre WG-Verhältnisse, einen Nachweis über Ihr Studium, eine Erklärung von der Mutter, vom Vater, eine Kopie des Arbeitsverhältnisses und Mietvertrages, einen Untermietvertrag, eine Mietquittung und eine Vermieterbescheinigung. Und wehe, Sie verdienen zu wenig, dann glauben wir Ihnen nämlich gar nichts mehr und Sie kriegen kein Geld“
„Cool, das hab ich alles grad zufällig in meiner Hosentasche dabei. Hier bitte.“
„Danke. Hier ist dann direkt ihr Riesenhaufen Geld (85€)“
(überreicht einen Riesenhaufen Geld).
„Danke. Na das war ja einfach. Danke Vater Staat. Wenn das so leicht ist, warum macht das dann nich gleich jeder so?“

Und so lebte der Hufschmied glücklich und in Reichtum bis an sein Lebensende. Beruhigt und getragen von dem wohligen Gefühl der sozialen Gerechtigkeit in seinem Lande.

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